Haltung - Auslauf

Hamster haben einen enormen Bewegungsbedarf.

In der Natur legen sie jede Nacht viele Kilometer zurück.

In Gefangenschaft können Hamster diesem Bewegungsbedürfnis selten nachkommen, sodass sie dies durch das Laufrad kompensieren müssen.

Schließt man einen Fahrradtacho an das Laufrad an, kann man beobachten, dass der eigene Hamster oft um die 10km jede Nacht läuft.

 

Damit das nicht die einzige Strecke bleibt, die der Hamster zurücklegen kann und das Laufradlaufen zur Stereotypie wird, benötigt jeder Hamster neben einem möglichst großen Gehege viel Auslauf.

 

Größe des Auslaufs

Auch hier gilt: Je größer, desto besser!

Aber 2m² sollten es mindestens sein!

Mit ein wenig Aufwand können auch ganze Zimmer hamstersicher gemacht werden!

Hat ein Hamster schon wenig Platz in seinem Gehege, so sollte er sich lange Zeit in einen großen Auslauf austoben dürfen.

 

Dauer und Häufigkeit des Auslaufs

Jeder Hamster sollte täglich mindestens eine Stunde Auslauf bekommen!

 

Wie kann ich einen Auslauf bauen/kaufen?

Geeignete Ausläufe gibt es im Handel nicht zu kaufen.

Entweder sind sie nur für größere Nager geeignet, denn der Gitterabstand ist zu groß, oder aber der Hamster kann das Gitter leicht überklettern!

Ein Auslauf ist aber leicht und schnell gebaut.

Schrankrückwände (z.B. in der Ikea-Fundgrube oder im Baumarkt) oder dünne Sperrholzplatten (im Baumarkt zusägen lassen) können mit Kabelbindern, Klebeband oder Klettband verbunden werden und dann entsprechend bei Bedarf auf- und schnell wieder abgebaut werden.

Zum Verbinden der Holzplatten können auch Auslaufpfosten von Rodipet verwendet werden.

Statt Holzplatten kann man auch Plexiglas nehmen und so den Hamster im Auslauf gut beobachten.

 

Mein Hamster braucht mehr Abwechslung und Bewegung, als ich ihm biete kann. Was tun?

Vor allem Randale-Goldi-Weibchen zeigen genau, dass sie eingesperrt unzufrieden sind.

Oft versuchen sie Auszubrechen, nagen am Gitter oder Holz oder Scharren in Ecken. Das ist weder für den Hamster, aber natürlich auch für den Halter doof.

Eine Möglichkeit ist deswegen ein Dauerauslauf, der dem Hamster die gesamte Nacht zur Verfügung steht.

Tagsüber kann der Auslauf zusammengeklappt in die Ecke gestellt werden.

Wichtig ist dabei, dass der Hamster gut zwischen Auslauf und Gehege auswählen kann und sich morgens in den Käfig zurückziehen kann.

Am besten ist es, der Käfig steht auf dem Boden und die Türen müssen für den Auslauf nur geöffnet werden.

Der Auslauf muss dafür gut gesichert sein, damit der Hamster unbeaufsichtigt aber dennoch gefahrlos die ganze Nacht über wuseln kann.

 

Ich kann meinem Hamster keinen Auslauf bieten, was kann ich tun?

Es ist schwierig mit den kleinen Mitbewohnern: Manche stehen erst auf, wenn man selbst schon im Bett liegt. Andere haben einfach Angst und verkriechen sich im Auslauf nur.

Robos sind oft nicht zahm und viel zu flink, sodass ein Auslauf nicht in Frage kommt.

Generell ist es aber so, dass ein Hamster mehr als sein Leben lang nur Mindestmaße sehen sollte!

Das ist keine artgerecht Haltung!

Ein Hamster, der (aus welchen Gründen auch immer) keinen Auslauf bekommt, sollte deswegen wesentlich größer als im Mindestmaß-Käfig leben dürfen!

Meine Empfehlung: Mindestens 1m² Grundfläche!